Herzlichen Glückwunsch!
bald ist es soweit! Ihr Blog »Kittyluka« hat in 10 Tagen Geburtstag und
wird 5 Jahre alt.
Fünf Jahre? Wahnsinn. Als meine Großeltern früher immer gesagt haben "die Zeit vergeht schneller als du denkst" hab ich denen immer nicht geglaubt, und jetzt sitz ich selber da und denke "wie die Zeit vergeht", dabei wollte ich das nie nie nie nie nie sagen oder denken.
Fail.
Als ich den Herren von und zu Verteidigungsminister zum ersten Mal sah, kam er mir Aalglatt vor. Er machte den Eindruck, dass er einer der wenigen Menschen ist, der seine eigene Großmutter verkaufen würde, um das zu bekommen, was er will. Jetzt hat er doch lieber eine andere Großmutter verkauft, diese aber als seine eigene ausgegeben. Besser ist das aber auch nicht.
Deutschland spaltet sich ein weiteres Mal in Ja und Nein-Sager. Ich mag den verwöhnten Karl Theodor nicht. Trotzdem finde ich, hätte er nicht zurücktreten müssen. Erst dort zeigt sich doch wahre Größe. Alle reden davon ("Kann denn nicht auch mal einmal jemand an die Kinder denken?"[1]), was es für ein schlechtes Vorbild für die Jugend sei, wenn man eine Arbeit fälscht und damit ungeschoren davon kommt. Aber was ist denn das für ein Vorbild, wenn man dann auch noch seinen Schwanz einzieht und einfach wegläuft und das dann sogar noch genehmigt wird.
Was die Kinder davon lernen ist doch nur, dass man jederzeit weglaufen kann und das immer noch besser ist, als die Sache über sich ergehen zu lassen.
Wie gern hätte ich zu einem von Guttenberg hinauf gesehen und mir anhören dürfen, dass er einen Fehler gemacht hat und diesen bereut und nun die gerechte Strafe erwartet und komme was da wolle, diese durch stehen würde. Ganz ohne die Ausreden, er hätte ja Kinder gehabt und ein Amt und eine Frau(!) und so.
Stattdessen tritt er zurück. (Oder lässt es zumindest so aussehen um das "Gesicht zu wahren" [2], wie man so schön sagt). Wie ein kleiner, feiger, reudiger Köter ohne Eier und Rückrat.
Ich hab auch mal abgeschrieben. In der 9. oder 10. Klasse, von meiner Banknachbarin, weil ich die Antworten nicht wusste, weil ich vermutlich nicht gelernt habe, warum weiß ich nicht mehr, aber ich könnte mir vorstellen, dass es was mit schönem Wetter und Badesachen zu tun hatte. Hätte man mich erwischt (was gott sei dank nicht so war), dann hätte ich es:
1. geleugnet ("Bitte ich soll was gemacht haben?", "Was erlauben Sie sich?")
2. einen Schuldigen gesucht ("Aber vielleicht hat die ja auch von mir abgeschrieben!?")
3. teilweise eingestanden ("Naja, ok, bei Frage 3 da wusste ich nicht genau, und da hab ich eben mal, nur zur Kontrolle, rüber gesehen")
4. versucht zu erklären ("Mein Meerschweinchen hat 6 Stunden in den Wehen gelegen in dieser Nacht und da konnte ich mich eben nicht so richtig konzentrieren.")
5. ...
Tja was noch? Wenn ich mir vorstelle ich hätte zu unserer Direktorin laufen und darum bitten können die Schule hier und jetzt beenden zu dürfen, hätte ich das so oder so, schon viel früher gemacht (Schule war halt blöd).
Versagt auf ganzer Linie, unser Musterschwiegersohn. Und jetzt?
[1] Helen Lovejoy, die Folge in der die Prohibition in Springfield erlassen und aufgehoben wurde (glaube ich... könnte auch die mit der Ausgangssperre sein)
[2] Deutsche Redewendung
Deutschland spaltet sich ein weiteres Mal in Ja und Nein-Sager. Ich mag den verwöhnten Karl Theodor nicht. Trotzdem finde ich, hätte er nicht zurücktreten müssen. Erst dort zeigt sich doch wahre Größe. Alle reden davon ("Kann denn nicht auch mal einmal jemand an die Kinder denken?"[1]), was es für ein schlechtes Vorbild für die Jugend sei, wenn man eine Arbeit fälscht und damit ungeschoren davon kommt. Aber was ist denn das für ein Vorbild, wenn man dann auch noch seinen Schwanz einzieht und einfach wegläuft und das dann sogar noch genehmigt wird.
Was die Kinder davon lernen ist doch nur, dass man jederzeit weglaufen kann und das immer noch besser ist, als die Sache über sich ergehen zu lassen.
Wie gern hätte ich zu einem von Guttenberg hinauf gesehen und mir anhören dürfen, dass er einen Fehler gemacht hat und diesen bereut und nun die gerechte Strafe erwartet und komme was da wolle, diese durch stehen würde. Ganz ohne die Ausreden, er hätte ja Kinder gehabt und ein Amt und eine Frau(!) und so.
Stattdessen tritt er zurück. (Oder lässt es zumindest so aussehen um das "Gesicht zu wahren" [2], wie man so schön sagt). Wie ein kleiner, feiger, reudiger Köter ohne Eier und Rückrat.
Ich hab auch mal abgeschrieben. In der 9. oder 10. Klasse, von meiner Banknachbarin, weil ich die Antworten nicht wusste, weil ich vermutlich nicht gelernt habe, warum weiß ich nicht mehr, aber ich könnte mir vorstellen, dass es was mit schönem Wetter und Badesachen zu tun hatte. Hätte man mich erwischt (was gott sei dank nicht so war), dann hätte ich es:
1. geleugnet ("Bitte ich soll was gemacht haben?", "Was erlauben Sie sich?")
2. einen Schuldigen gesucht ("Aber vielleicht hat die ja auch von mir abgeschrieben!?")
3. teilweise eingestanden ("Naja, ok, bei Frage 3 da wusste ich nicht genau, und da hab ich eben mal, nur zur Kontrolle, rüber gesehen")
4. versucht zu erklären ("Mein Meerschweinchen hat 6 Stunden in den Wehen gelegen in dieser Nacht und da konnte ich mich eben nicht so richtig konzentrieren.")
5. ...
Tja was noch? Wenn ich mir vorstelle ich hätte zu unserer Direktorin laufen und darum bitten können die Schule hier und jetzt beenden zu dürfen, hätte ich das so oder so, schon viel früher gemacht (Schule war halt blöd).
Versagt auf ganzer Linie, unser Musterschwiegersohn. Und jetzt?
[1] Helen Lovejoy, die Folge in der die Prohibition in Springfield erlassen und aufgehoben wurde (glaube ich... könnte auch die mit der Ausgangssperre sein)
[2] Deutsche Redewendung
"Ein Kind zu verlieren ist immer schlimm, aber es hätte schlimmer kommen können."
08:02
Mittwoch, 2. Februar 2011
Ich weiß immer nicht, was ich darauf antworten soll. Mit einem Menschen der so etwas sagt und es ernst meint kann man nicht diskutieren, will ich auch nicht. Nicht jetzt.
Am 21. Dezember saß ich in der Straßenbahn und war wie immer spät dran. Im tiefsten Schnee fuhr die Bahn nur Schneckentempo und der Anschlusszug kam auch nicht rechtzeitig, so dass ich meinen Termin um 20 Minuten nach hinten schieben musste. "Aber der Herr Doktor muss heute zeitig weg." hatte die Sprechstundenhilfe noch gesagt. Seltsamerweise hatte ich nicht mal ein schlechtes Gewissen, ich konnte nichts dafür und war sogar extra früh los gefahren. Ich hätte mich zwar über die Bahn oder den Bahnfahrer oder die BVG ärgern können, aber das hatte ich mir abgewöhnt. Ich war seit heute in der 14. Woche, 13+0. Ich wusste erst seit ein paar Wochen, dass ich schwanger bin aber fand es mittlerweile so wunderschön. Ein kleines Baby ist auf dem Weg und ich hatte schon mein ganzes Leben danach gerichtet. Egal was ich gegessen oder getrunken habe, egal was ich gedacht oder erlebt habe, egal wo ich war, immer war dieser kleine Krümel bei mir und machte all das mit, was ich mit machte. Die Schwangerschaftsbeschwerden hatten mich nun auch schon ein paar Tage in Ruhe gelassen. Kaum Übelkeit, kaum Brustspannen und ich spürte hier und da ein kleines Ziehen im Bauch, waren das schon die ersten Bewegungen von meinem Krümel? - so dachte ich.
Die kritische Zeit war ja nun schon vorüber und ich konnte endlich gedankenverloren und traumtänzelnd durch die Welt spazieren, mich nur auf mein Baby freuend. - auch so dachte ich.
Ich freute mich auf den bevorstehenden Ultraschall, endlich sah ich mein Baby wieder. Es sollte an diesem Tag die Nackenfalte gemessen werden, sonst hätte ich den nächsten Termin erst weit nach Weihnachten im Januar gehabt - das war das einzig Gute daran.
Um ca. 18:50 Uhr saß ich schon auf dem Stuhl und der Ultraschallkopf wurde auf meiner gut gefüllten Blase hin und her gedrückt. Aber es war nicht viel zu sehen, der Arzt meinte, man müsse es mal von unten versuchen. Da wusste ich es. Ich ging auf die Toilette, saß da und mir war zum heulen. Kaum 5 Minuten später sah ich mein totes Kind auf dem Ultraschall Bildschirm.
Am 21. Dezember saß ich in der Straßenbahn und war wie immer spät dran. Im tiefsten Schnee fuhr die Bahn nur Schneckentempo und der Anschlusszug kam auch nicht rechtzeitig, so dass ich meinen Termin um 20 Minuten nach hinten schieben musste. "Aber der Herr Doktor muss heute zeitig weg." hatte die Sprechstundenhilfe noch gesagt. Seltsamerweise hatte ich nicht mal ein schlechtes Gewissen, ich konnte nichts dafür und war sogar extra früh los gefahren. Ich hätte mich zwar über die Bahn oder den Bahnfahrer oder die BVG ärgern können, aber das hatte ich mir abgewöhnt. Ich war seit heute in der 14. Woche, 13+0. Ich wusste erst seit ein paar Wochen, dass ich schwanger bin aber fand es mittlerweile so wunderschön. Ein kleines Baby ist auf dem Weg und ich hatte schon mein ganzes Leben danach gerichtet. Egal was ich gegessen oder getrunken habe, egal was ich gedacht oder erlebt habe, egal wo ich war, immer war dieser kleine Krümel bei mir und machte all das mit, was ich mit machte. Die Schwangerschaftsbeschwerden hatten mich nun auch schon ein paar Tage in Ruhe gelassen. Kaum Übelkeit, kaum Brustspannen und ich spürte hier und da ein kleines Ziehen im Bauch, waren das schon die ersten Bewegungen von meinem Krümel? - so dachte ich.
Die kritische Zeit war ja nun schon vorüber und ich konnte endlich gedankenverloren und traumtänzelnd durch die Welt spazieren, mich nur auf mein Baby freuend. - auch so dachte ich.
Ich freute mich auf den bevorstehenden Ultraschall, endlich sah ich mein Baby wieder. Es sollte an diesem Tag die Nackenfalte gemessen werden, sonst hätte ich den nächsten Termin erst weit nach Weihnachten im Januar gehabt - das war das einzig Gute daran.
Um ca. 18:50 Uhr saß ich schon auf dem Stuhl und der Ultraschallkopf wurde auf meiner gut gefüllten Blase hin und her gedrückt. Aber es war nicht viel zu sehen, der Arzt meinte, man müsse es mal von unten versuchen. Da wusste ich es. Ich ging auf die Toilette, saß da und mir war zum heulen. Kaum 5 Minuten später sah ich mein totes Kind auf dem Ultraschall Bildschirm.
""Ein Kind zu verlieren ist immer schlimm, aber es hätte schlimmer kommen können."" vollständig lesen
Für solch notorisch müde Menschen und ausgesprochenen Langschläfer wie mich, gibt es morgen den schönsten Tag des ganzen Jahres.
Eine Stunde länger schlafen.
Äquivalent dazu ist der Tag, an dem wir die Uhren dann wieder vor stellen, der schlimmste Tag des Jahres. Zu Meist hab ich im Oktober noch damit zu kämpfen vor 9 Uhr war zu werden.
Aber das zählt morgen nicht.
Eine Stunde länger schlafen.
Äquivalent dazu ist der Tag, an dem wir die Uhren dann wieder vor stellen, der schlimmste Tag des Jahres. Zu Meist hab ich im Oktober noch damit zu kämpfen vor 9 Uhr war zu werden.
Aber das zählt morgen nicht.
Habe hier gerade durch Zufall die Website von einem Arzt in Berlin offen, der eine "Privatsprechstunde" jeden Samstag anbietet.
Na das find ich doch mal richtig gut. Privatpatienten können unter der Woche eh nicht und so drängeln die sich wenigstens nicht immer vor!
Ich bin jedenfalls dafür. Da ich seit einiger Zeit auch mehrere Privatpatienten ganz persönlich kenne, die mir schon öfter erklärt haben: "Na ihr könnt euch ja krank schreiben lassen, wir müssen danach wieder arbeiten." bla bla bla, wäre das auch aus deren Sicht sehr gut.
Berlin ist nun einmal Hauptstadt der Innovation. Und wenn es eben nur ein Privatpatiententag in der Arztpraxis um die Ecke ist.
Na das find ich doch mal richtig gut. Privatpatienten können unter der Woche eh nicht und so drängeln die sich wenigstens nicht immer vor!
Ich bin jedenfalls dafür. Da ich seit einiger Zeit auch mehrere Privatpatienten ganz persönlich kenne, die mir schon öfter erklärt haben: "Na ihr könnt euch ja krank schreiben lassen, wir müssen danach wieder arbeiten." bla bla bla, wäre das auch aus deren Sicht sehr gut.
Berlin ist nun einmal Hauptstadt der Innovation. Und wenn es eben nur ein Privatpatiententag in der Arztpraxis um die Ecke ist.
Obwohl ich diese WM von vorn bis hinten verfolgt habe und untypischer Weise sogar jedes Spiel gesehen habe, von Anfang bis Ende (nicht nur die Deutschlandspiele) erinner ich mich überhaupt nicht daran. War die überhaupt dieses Jahr? C'est la vie, wie die Franzosen sagen.
An was bzw. wen ich mich allerdings sehr gut erinnern kann ist Kraken-Orakel-Paul. Der Kraken, der ja eigentlich ein Oktopus ist, der alle Spiele voraussagte und nur selten daneben lag und schließlich sogar von aller Welt gekauft werden wollte.
Paul is dead, wie die Engländer sagen.
Jetzt soll ein Denkmal errichtet werden [via] und natürlich geht die Feilscherei um die Leiche weiter [via].
Ob Kraken-Orakel-Paul, der ja eigentlich ein Oktopus ist, das vorher gesehen hat?
An was bzw. wen ich mich allerdings sehr gut erinnern kann ist Kraken-Orakel-Paul. Der Kraken, der ja eigentlich ein Oktopus ist, der alle Spiele voraussagte und nur selten daneben lag und schließlich sogar von aller Welt gekauft werden wollte.
Paul is dead, wie die Engländer sagen.
Jetzt soll ein Denkmal errichtet werden [via] und natürlich geht die Feilscherei um die Leiche weiter [via].
Ob Kraken-Orakel-Paul, der ja eigentlich ein Oktopus ist, das vorher gesehen hat?
Durch meinen neuen Job bin ich auch auf das Kinderprojekt ARCHE aufmerksam geworden, weil meine Chefs anscheinend jedes Jahr die Spielsachen Ihrer Tochter dorthin schicken.
Ich sammle schon wie wild für die ARCHE in Berlin-Hellersdorf, weil da wird es wirklich mal gebraucht. Besser als irgendwelchen Leuten irgendwelches Geld in den Rachen zu schieben...
Besucht sie mal, DIE ARCHE. Bei "Sachspenden" könnt ihr euch ja ansehen, was bei euch in der Nähe noch benötigt wird.
Ich sammle schon wie wild für die ARCHE in Berlin-Hellersdorf, weil da wird es wirklich mal gebraucht. Besser als irgendwelchen Leuten irgendwelches Geld in den Rachen zu schieben...
Besucht sie mal, DIE ARCHE. Bei "Sachspenden" könnt ihr euch ja ansehen, was bei euch in der Nähe noch benötigt wird.
(Seite 1 von 240, insgesamt 1680 Einträge)
nächste Seite »
Layout by Ricky Wilson | Serendipity Template by Carl Galloway | Login
Willkommen auf kittyluka.de
Eine Frau, ein Blog, unendlich viel Blödsinn.
Read More
Zufallszitat
"Marge, das internet gibs jetzt auch für Computer!"
Kalender
| « | Januar '12 | » | ||||
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 1 | ||||||
| 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
| 30 | 31 | |||||








Letzte Kommentare
Das mit "wie die Zeit vergeht" kenne ic [...]
Liebe Kittyluka Dir und deiner Famil [...]
Ich danke euch
Wow, das ist hart. Mein Mitgefühl, sowe [...]
Verehrte, liebe kittyluka, es tut mi [...]